Der Verflüssiger im Kältekreislauf hat die Hauptaufgabe, das Kältemittel zu verflüssigen. Dazu muss erst die Überhitzungswärme abgeführt werden. Das enthitze Kältemittel kann nun verflüssigt werden. Die Enthitzung und Verflüssigung benötigen bis zu 97% der Oberfläche. Im besten Fall wird auf den Letzen 3-10 % das Kältemittel unterkühlt. Je nach Außentemperatur und Verfüssigungstemperatur wird oft ab 24 Grad Außentemperatur das Kältemittel nicht mehr unterkühlt. Ein größerer Verflüssiger sorgt in aller Regel nur für einen Druckabfall und nicht für eine größere Unterkühlung.

Durch die Unterkühlung wird das verflüssigte Kältemittel noch etwas abgekühlt. Dadurch wird dem Kältemittel vereinfacht gesagt Energie entzogen die bei der Verdampfung wieder aufgenommen wird.

Messen der Unterkühlung:

Das Thermometer wird an der Flüssigkeitsleitung kurz vor dem E-Ventil angelegt. Natürlich kann der Fühler auch vor oder nach dem Sammler angelegt werden aber ggf. kann sich die Unterkühlung zwischen Verflüssiger (Unterkühler) bis zum E-Ventil noch ändern. Es kann auch sinnvoll sein beide Werte zu messen, liegen die Werte weit auseinander, sollte man den Weg zwischen Verflüssiger und E-Ventil einmal prüfen. 

Also nächstes wird das Manometer angeschlossen, am besten nach dem Verflüssiger oder Sammler. Da die Messung so "ruhiger" wird. Was vor allem bei Hubkolbenverdichter deutlich wird, wenn sich der Druck stark ändert. Nun die Temperatur zum Verflüssigungsdruck ablesen.

Nun haben wir die beiden Temperatur mit denen die Unterkühlung das -- ΔT -- berechnet werden kann. Hier das Beispiel mit 134 A. 

Moderne Monteurhilfen berechnen die Unterkühlung und die Überhitzung schon für uns, zudem werden die Werte in einer Excel Tabelle gespeichert. Hier mit einem Testo gemessen.

unterkühlung im Kältekreislauf delta T

Temperatur Oberfläche (Flüssigkeitskleitung) - Verflüssigungstemperatur (aus Verflüssigungsdruck) = Unterkühlung ΔT in Kelvin.

43,7 Grad - 28,5 Grad = ΔT  K Unterkühlung von 15,3 Grad.

 

Die Formel für die Unterkühlung -->  ΔT = tc - tFL

 

  • pc: Verflüssigungsdruck am Manometer in bar
  • tc: Verflüssigungstemperatur in °C
  • tFL: Flüssigkeitstemperatur am Expansionsventileintritt in °C

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Selbst ein einfacher Unterkühler der nur durch die Saugleitung geführt wird bringt schon eine gute Unterkühlerleistung. So wie hier bei diesem Kaltwassersatz, allerdings im Winter bei einer Wartung gemessen. 

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Gründe für eine falsche Unterkühlung:

- Verflüssiger verschmutz

- Verflüssigerlüfter defekt

- Verflüssiger Regelung defekt

- Zu großer oder kleiner Verflüssiger

- Keine Winterregelung und tiefe Außentemperatur

- Bei Wassergekühlten Verflüssigern, Ventil oder Pumpe defekt, zu wenig oder zu viel Wasserdurchfluss

- Unterkühler zu kalt oder zu warm

- Indirekt durch ein defektes E-Ventil

 

Tipps aus meiner Praxis:

- Im Sommer ist ein sprudelndes Schauglaß oft kein Zeichen von einem Defekt, sondern der Verflüssiger verflüssigt das Kältemittel nicht vollständig

- Verflüssiger (vor allem ohne Winterregelung) erst im Frühling sauber machen und nicht vor dem Winter

- Verflüssiger nicht nur mit einem Besen sauber machen, da der Schmutz meinst dann nur tiefer in die Lamellen geschoben wird

- Verflüssiger am besten mit Wasser reinigen. ! Bei engen Lammellenabständen kann die Anlage beim Reinigen mir Wasser auf HD Störung gehen, deshalb am besten abschalten

- Flssigkeitsleitungen auf dem Dach und in sehr warmen Bereichen ggf. isolieren

- Die Min. Drehzahl von Verflüssigerlüftern ist oft einfach auf 0 gestellt, diesen Wert korrigieren 

 

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Unterkühler für eine Tiefkühlung im Supermarkt. 

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