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Im Winter sorgt trockene Luft durch die Heizung oder eine Kombinierte Wohnraumlüftung oft für ein trockenes und damit unangenehmes Raumklima. Zu trockene Luft kann die Schleimhäute austrocknen, die Haut reizen und das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigen. Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung deutlich verbessern.

🌬️ Luftfeuchtigkeit erhöhen

  • Regelmäßig stoßlüften (2–3× täglich für 5–10 Minuten), auch im Winter
  • Schalen mit Wasser auf oder neben die Heizung stellen
  • Nasse Handtücher im Raum aufhängen (kurzfristig sehr wirksam)
  • Luftbefeuchter nutzen (ideal sind 40–60 % Luftfeuchtigkeit)

Durch Stoßlüften, Wasserschalen oder Luftbefeuchter gelangt mehr Feuchtigkeit in die Raumluft. Besonders effektiv sind regelmäßiges Lüften und technische Luftbefeuchter, um ein konstantes Raumklima zu schaffen.

 

🌿 Pflanzen einsetzen

  • Zimmerpflanzen wie Grünlilie, Areca-Palme, Einblatt oder Efeu geben Feuchtigkeit an die Luft ab

Zimmerpflanzen geben über ihre Blätter Feuchtigkeit an die Luft ab. Gleichzeitig verbessern sie das Raumklima und sorgen für eine angenehmere Wohnatmosphäre.

🔥 Richtig heizen / lüften 

  • Räume nicht überheizen (20–22 °C reichen meist)
  • Nachts die Heizung etwas herunterdrehen
  • Kombinierte Wohnraumlüftung auf niedrigere Stufe stellen

Zu hohe Temperaturen trocknen die Luft zusätzlich aus. Eine moderate Raumtemperatur spart Energie und hilft, die Luftfeuchtigkeit auf einem gesunden Niveau zu halten. Wird die kontrollierte Wohnraumlüftung auf eine kleinere Stufe gestellt, wird der Luftwechsel verringert und es wird weniger Feuchte im WRG abgeschieden.   

🚿 Feuchtigkeit aus dem Alltag nutzen

  • Badezimmertür nach dem Duschen kurz öffnen
  • Wäsche in der Wohnung trocknen (wenn möglich)

Duschen, Kochen oder das Trocknen von Wäsche setzen automatisch Wasserdampf frei. Wird diese Feuchtigkeit bewusst genutzt, kann sie die Raumluft spürbar verbessern.

👃 Für Körper & Schleimhäute

  • Viel trinken
  • Bei trockener Nase: Nasensprays mit Meersalz oder Nasensalbe
  • Lippen- und Hautpflege nicht vergessen

Ausreichendes Trinken sowie Pflege für Haut und Nase helfen dem Körper, mit trockener Luft besser umzugehen. So lassen sich Reizungen und Trockenheitsgefühle reduzieren.

📏 Kontrolle

  • Ein Hygrometer hilft, die Luftfeuchtigkeit im Blick zu behalten
  • Luftbefeuchter können dann eingesetzt werden wenn die Luft zu Gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Schäden an der Bausubstanz kommt 

Mit einem Hygrometer lässt sich die Luftfeuchtigkeit leicht überwachen. So erkennt man schnell, wann zusätzliche Maßnahmen nötig sind, um ein gesundes Raumklima zu erhalten.

Das Problem der kontrollierten Wohnraumlüftung und der Luftfeuchte

Durch kontrollierte Wohnraumlüftung mit Zu- und Abluft mit Wärmerückgewinnung kann es aus mehreren Gründen zusätzlich zu trockener Luft kommen besonders eben im Winter.

1. Kalte Außenluft enthält sehr wenig Feuchtigkeit

Im Winter ist die Außenluft zwar oft „feucht“, enthält aber absolut gesehen wenig Wasser. Wird diese Luft ins Haus geholt und dort erwärmt, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit stark. ➡️ Die Luft fühlt sich dann sehr trocken an.

2. Ständiger Luftaustausch entzieht Feuchtigkeit

Die Lüftungsanlage führt kontinuierlich feuchte Innenluft nach außen ab (z. B. aus Bad und Küche) und ersetzt sie durch trockene Außenluft.
➡️ Feuchtigkeit aus Atmung, Duschen oder Kochen wird schneller abgeführt, als sie sich im Raum aufbauen kann.

3. Wärmerückgewinnung ≠ Feuchterückgewinnung

Viele Anlagen gewinnen nur Wärme, aber keine Feuchtigkeit zurück.
➡️ Die Luft kommt wird zwar warm, bleibt aber trocken. (Nur Anlagen mit Enthalpiewärmetauscher oder Rotationswärmetauscher mildern diesen Effekt.)

4. Hohe Lüftungsstufen verstärken den Effekt

Ist die Anlage zu hoch eingestellt, wird besonders viel Luft ausgetauscht.
➡️ Je mehr Luftwechsel, desto mehr Feuchtigkeit geht verloren.

5. Gut gedämmte, dichte Gebäude

Moderne Gebäude sind sehr luftdicht. Dadurch findet kaum natürlicher Feuchteaustausch statt die Lüftungsanlage wird zur Hauptquelle des Luftaustauschs.
➡️ Das Raumklima hängt stark von ihren Einstellungen ab.

6. Zusätzliche Heizung trocknet weiter aus

Die durch die Lüftung eingebrachte Luft wird oft zusätzlich erwärmt.
➡️ Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, die relative Luftfeuchte sinkt weiter.

 trockene Luft durch kombinierte Wohnraumlüftung verhindern 1

Wohnraumlüftung richtig einstellen (gegen trockene Luft)

  • Lüftungsstufe reduzieren:
    Im Winter reicht meist die niedrigste oder eine reduzierte Grundlüftung.
  • Bedarfsgesteuert lüften:
    Wenn möglich, Feuchte- oder CO₂-Sensoren nutzen statt Dauerbetrieb auf hoher Stufe.
  • Zeiten anpassen:
    Nachts oder bei Abwesenheit die Lüftungsleistung absenken.
  • Filter regelmäßig wechseln:
    Verschmutzte Filter verschlechtern den Luftstrom und können das Klima negativ beeinflussen.
  • Enthalpiewärmetauscher nachrüsten

➡️ Ziel: so viel Lüftung wie nötig, so wenig wie möglich

Ronnie

schwäbischer tüftler und bastler, kraftsportler, neurodivers, 45 Jahre, 1 Frau, 5 Kinder und 1003 Ideen. 

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