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Sei nie zu bescheiden, riesige Träume zu träumen.
Sei nie zu stolz, klein anzufangen.
Sei darin treu.

Berufung – was meint das?

Nehmen wir doch mal Paulus: bei dem ging was!!! Der hat was für Jesus gerissen. Aber, ist ja auch kein Wunder, nach der Berufung (ggf. kurz erzählen: Apg.9). Bei ihm war das ja sonnenklar. Also, wenn Jesus so krass zu mir sprechen würde, mich vom Pferd stürzen würde, mich erst erblinden lassen und dann wieder heilen würde und mir dann noch ganz klar sagen würde: Hey, dein Auftrag ist es, das Evangelium den Heiden zu bringen (vgl. Apg.9,15; Rö.1,1), also dann würd' ich natürlich losziehen, das nächste Schiff oder den nächsten Flieger nehmen und in die Mission gehen.

Aber vor mir hat nun mal kein Busch gebrannt wie bei Mose (Ex.3), mir ist kein Engel erschienen wie Gideon (Ri.6), ich hatte keine Visionen wie Jesaja (Jes.6) und wie gesagt, einen Lichtstrahl vom Himmel gab's auch nicht wie bei Paulus. Nicht mal so ein kleiner Zettel vom Himmel...

Also, was soll ich tun? Was ist nun meine Berufung? Vielleicht auch eine Frage, die du dir stellst.

Wenn wir dem Wort mal ein bisschen nachforschen, stoßen wir auf das Verb rufen. Wenn ich gerufen werde, dann meist bei meinem Namen und dann weiß ich, da will jemand was von mir. Man ruft (in der Regel) nicht zum Spaß hinter jemand her. Es handelt sich um eine konkrete Ansprache.

Und noch ein interessanter Zusammenhang. Das Wort Gemeinde im NT heißt übersetzt die Herausgerufenen.
Heraus wovon? und wohin?

Berufen – zu IHM!

Paulus schreibt dazu (1.Kor.1,9): „Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn."

Berufen sind alle, der Brief richtet sich an die ganze Gemeinde. Klar wird auch, wer die Berufung ausspricht, wer der Rufende ist: Gott. Und der ist treu. Deshalb steht auch deine Berufung. Unabhängig von dir, ER ist der Treue, der Garant. Wenn du 3x Mist baust, will er dich immer noch, die Berufung gilt.

Und berufen - zur Gemeinschaft mit Jesus Christus als dem Herrn deines Lebens.

Berufung meint also keine frommen Leistungen unsererseits. Berufung ist Handeln Gottes.

Berufen zunächst also zur Gemeinschaft mit Jesus. Berufung beantwortet nicht zuerst die Frage „was soll ich tun?", wie wir oft denken. Sondern sie antwortet auf die Frage „wer bin ich vor Gott?" bzw. „Was soll ich sein?" Berufung ist die Aufforderung Jesu an dich, in seine Nachfolge zu treten, in Gemeinschaft mit ihm zu leben.

Wer in Gemeinschaft mit Jesus lebt, den erklärt er auch für gerecht, den lässt er an Seiner Herrlichkeit teilhaben und den nimmt er in seinen Dienst (Rö.8,29f).

Die Reihenfolge ist hier wichtig: Jesus ruft uns heraus aus der Welt, hinein in die Gemeinschaft mit ihm. Und dann sendet er uns wieder als Boten in die Welt. Wohlgemerkt mit ihm zusammen, mit dem Heiligen Geist erfüllt. Nicht kurz tanken und dann wieder allein wursteln!

Die erste Aufgabe für seine Jünger ist damals wie heute „bei Ihm zu sein", erst nachdem sie von Jesus gelernt haben, die Gemeinschaft mit ihm sie geprägt hat, sendet Jesus sie aus zu predigen (Mk.3,14).

Ich glaub es wird klarer, wenn wir den Begriff etwas trennen, wir können von der Berufung zu einem Leben in der Nachfolge sprechen, die dann in einer bestimmten Sendung in eine Aufgabe konkret wird.

Magnus Malm bringt das in seinem Buch: „Gott braucht keine Helden" ziemlich gut auf den Punkt, er schreibt:
„Die Berufung ist das große ewige Projekt meines Lebens, die Sendung kann zeitlich begrenzt und flexibel sein. In der Berufung prägt Gott mein Ich in der Begegnung mit seinem Du. In der Sendung muss sich die Tragkraft dieser Beziehung bewähren. Ich gebe mich nicht einer Aufgabe hin, sondern ich gebe mich Gott hin, so dass er mir Aufgaben geben kann. Die Berufung lautet: Gott über alles lieben. Diese Liebe zu ihm findet dann Ausdruck im Ja zur Sendung."

Wenn nun hoffentlich etwas klarer geworden ist, was Berufung zutiefst meint, dann braucht sich keiner mehr zu fragen, ob er berufen ist. Diese Frage kannst du abhaken. Es war Jesu Lebensprogramm, Menschen in die Gemeinschaft mit ihm zu rufen, es ist sein Wunsch bis heute, dass du zu ihm kommst, mit ihm lebst, ihm nachfolgst.

Berufen ja – aber fähig?

Die Frage, die wir uns stellen ist eher die nach der Fähigkeit oder der Würde, ich verdiene nicht, in Gemeinschaft mit Jesus zu leben, ich tauge eigentlich nicht dazu. Immer wieder bau ich denselben Mist, und meine Fähigkeiten, die sind auch eher durchschnittlich. Aber das ist nicht das Problem.

Wenn du nur mal über die Bibel scannst, wirst du feststellen: Gott hat immer mit solchen Typen Geschichte geschrieben:

  • ABRAHAM war zu alt...
  • JAKOB war ein Lügner...
  • LEA war hässlich...
  • JOSEF war ganz schön stolz...
  • MOSE stotterte...
  • JOSUA hatte Angst...
  • SIMSON hatte lange Haare und war ein Frauenheld...
  • RAHAB war eine Hure...
  • JEREMIA und TIMOTHEUS waren zu jung...
  • DAVID hatte eine Affäre und war ein Mörder...
  • ELIA war selbstmordgefährdet...
  • JONA lief vor Gott weg...
  • PETRUS verleugnete Christus...
  • Die JÜNGER schliefen beim Beten ein...
  • MARTA machte sich immer Sorgen...
  • Die SAMARITISCHE FRAU war geschieden... mehr als einmal...
  • ZACHÄUS war zu klein...
  • PAULUS war zu gesetzlich und völlig contra...
  • Und LAZARUS war tot!!!
  • usw...

Nicht gerade die Fähigkeiten und Eigenschaften, nach denen wir Mitarbeiter auswählen würden!

Keine Ausreden mehr! Gott wartet darauf dein volles Potential einzusetzen.

Du bist berufen, kein Zweifel. Und mit Jesus bist du fähig. Mit Gott an deiner Seite: Da geht was!

Die Frage ist:

Berufen ja – aber bereit?

Hier ist unser Part in der Berufung. Es geht um unsere Bereitschaft. Bin ich wirklich frei zur Nachfolge? Oder was blockiert mich noch.

Steht etwas zwischen dir und Jesus, weswegen dir die Gemeinschaft mit ihm vielleicht eher unangenehm ist? Sünde ist heute nicht das Hauptthema, aber ein wesentliches Hindernis, deiner Berufung zu folgen. Ein Tipp: Nimm dir mal Zeit, deine Sünden aufzuschreiben, einfach als Liste, und dann beichte sie jemandem, der gläubig ist und zu dem du Vertrauen hast. Das ist nicht leicht, aber es macht uns die Schwere der Schuld und die Fallen, in die wir immer wieder gerne tappen, bewusster.

Räume Sünde aus, regelmäßig. Bitte Gott um Vergebung. Er ist der Treue, er will vergeben.

Bitterkeit über das eigene Gewordensein / Verletzungen

Wenn ich nicht diese Eltern gehabt hätte, oder nicht in diesem kleinen Nest aufgewachsen wäre, dann wäre ich jetzt ein ganz anderer Mensch, viel besser, klüger, weltgewandter, dann könnte viel mehr gehen...

Paulus sagt: „Ich vergesse, was dahinten liegt, und strecke mich aus, nach dem, was vor mir liegt" (Phil.3,13f). Zielorientiert vorangehen. Auch das gehört zu deiner Berufung. Aber das kannst du nicht, wenn die Vergangenheit wie ein Gummiband an dir zieht.

Vor dem Vergessen muss das Versöhnen kommen, ein Ja finden, dass Gott es auch da recht gemacht hat, sich was dabei gedacht hat, dich in diese Familie, in diese Umstände zu stellen.

Die Zeit heilt eben nicht alle Wunden. Und wenn du vielleicht als Kind vermittelt bekamst, dass du eher eine Belastung bist und zu nichts taugst, dann wird dich das hindern, deine Berufung zu leben, weil du zutiefst immer wieder zweifelst, ob Gott dich wirklich lieben und befähigen kann. Hier gilt noch mehr als beim Hindernis Sünde: Sprich mit jemandem, der dich begleiten kann, der mit dir den Weg der inneren Heilung gehen kann. Das braucht Zeit und die gibt dir Jesus auch. Remember: Berufen in Gemeinschaft mit ihm. Da werden wir heil. Erst dann gesandt in verschiedenste Aufgaben. Mit der Erfahrung der Heilung kannst du so ein Segen sein für Menschen, die noch drinstecken.

Bindungen

Am naheliegendsten ist vielleicht die Bindung an Eltern und Vorbilder. Glaubst du ihrem Urteil mehr als Gottes Urteil über dein Leben? Ihren Erwartungen gerecht zu werden, ist das deine erste Priorität? Dann bist du abhängig und nicht frei, dein Leben zu gestalten, deine Berufung zu leben. Das ist sicher meist unterbewusst!

Gebunden sein kann man auch an einen Ort oder eine Arbeit, die mich erfüllt, für die ich Anerkennung bekomme. Das ist klasse, wenn dir dein Job Spaß macht und du ihn gut machst, nimm's als Geschenk Gottes, aber bleibe offen, wenn er anders führt, dir diese Arbeit wegnimmt.

In dem Lied „Blessed be your name" (Feiert Jesus 3, 33), heißt es im Refrain: „You give and take away". Du gibst und du nimmst auch wieder weg. Und trotzdem will ich sagen: Dein Name sei gepriesen. In einer dunklen Situation zeigt sich, ob deine Beziehung zu Jesus trägt, ob da Hoffnung in dir ist und noch durchstrahlt, ob die Gewissheit steht, dass dir alles zum Besten dient, auch wenn du's momentan gar nicht verstehen kannst.

Nicht akzeptieren der eigenen Begabungen und Grenzen

Ich weiß auch nicht, warum wir immer das sein wollen, was wir nicht sind.

Vielleicht würdest du auch mal gern gefragt werden für die Band, du magst Musik, aber offen gestanden, wenn du nur unter der Dusche singst, droht schon fast eine Kündigung vom Vermieter, es ist einfach nicht deine Gabe.

Du wirst immer Menschen treffen, die manches besser können als du. Aber darum geht's nicht in deiner Berufung. Du sollst deine Persönlichkeit entwickeln, nicht andere imitieren!

Erstens kostet das viel zu viel Kraft und zweitens ist es Sünde. Weil du dein eigenes Potenzial nicht ausschöpfst, quasi zu Gott sagst: Also bei mir, da war deine Schöpfung ja nicht so der Brüller.

Sei du selbst, akzeptiere deine Grenzen und sei offen für die Ergänzung durch andere Christen.

Angenommen, du lebst schon deine Berufung, du lebst in Gemeinschaft mit Jesus – und du bist bereit für weitere Schritte, dann fragst du dich vermutlich, was deine konkrete Sendung ist, an welchem Platz in seinem Reich Gott dich haben will.

Berufen – in die Sendung

allgemein

Was denkt ihr, was ist der Auftrag für einen Christen? Welcher BV fällt dir ein, was ist der Auftrag Jesu an seine Jünger? [Antworten sammeln]

„Gehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker. Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe." (Mt.28,19f)

In der Apg. findet sich der selbe Auftrag: Ihr werdet meine Zeugen sein ... bis an die Enden der Erde (1,8). Keine Frage, keine Option, nicht eine Möglichkeit unter vielen.

Auf Latein heißt Sendung: Missio Weltmission ist unser aller Auftrag. Wie du dich beteiligst, das kann verschieden aussehen: Durch Gebet, indem du das Thema Mission in deine Jugendarbeit einbringst, durch Spenden, durch einen Kurzzeiteinsatz und vielleicht auch wirklich langfristig.

Wer Jesus kennt, kann nicht anders als Zeuge sein! Und das fängt in deinem Ort an, nicht erst jenseits der Grenze.

Lied: Ich kann nicht schweigen... Feiert Jesus II, 214 oder Feiert Jesus III, 55

Wenn wir Paulus anschauen, können wir schon mal denken: Ja der, ist ja ein ganz anderes Kaliber: ein gelehrter, reifer Mann, ich häng noch auf Jahre an der Schule rum und kann gar nichts für Gott reißen, selbst wenn ich wollte, da geht nix.

Muss ich dir leider sagen: Denkste!

Paulus war es immer auch wichtig junge Mitarbeiter zu fördern. Timotheus ist z.B. einer seiner Mitarbeiter, so was wie ein Ziehsohn von Paulus. Und was er ihm sagt gilt für jeden von uns: Was du von mir gehört hast, ... das gib weiter an die Menschen, die es dann auch wieder anderen vermitteln können (nach 2.Tim.2,2). Ganz einfaches Prinzip: Multiplikation.

Denk nicht zu klein von deinem Leben. Warte nicht auf spektakuläre Aufträge. Erfriere nicht unterm offenen Fenster . Ein Pianist wird auch nicht tatenlos rumsitzen und warten, bis er einen Job im Sinfonieorchester bekommt. Er wird üben, vorspielen, tätig sein.

Du bist berufen, Zeuge zu sein. Dazu brauchst du nicht auf einen Zettel zu warten, das steht schon in der Bibel. Und damit brauchst du auch nicht zu warten, bis du 25 bist und eine Bibelschule absolviert hast 

Paulus sagt zu Timotheus:
„Niemand verachte dich wegen deiner Jugend, du aber sei den Gläubigen ein Vorbild im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Glauben, in der Reinheit" (1.Tim. 4,12)

Ein hoher Anspruch! Sind meine Worte, mein Leben, mein Verhalten gegenüber meinen Mitmenschen ein positives Zeugnis? Merkt man, dass Jesus drin ist?

In dem einen Vers steckt wie ich finde alles Wesentliche deiner Berufung drin: Sein ein Vorbild, lebe so, dass es einladend ist für andere. Ein hoher Anspruch, aber auch ein Zuspruch: Gott nimmt dich in deiner Jugend ernst.

Bleibt immer noch die Frage – wo ist mein Platz? Was ist mein Auftrag, an welche Arbeit in der Gemeinde sendet mich Gott?

Wenn wir Paulus anschauen sehen wir, dass Gott alles an ihm gebraucht hat: seine Herkunft (nur als röm. Bürger konnte er sich auf den Kaiser berufen und so nach Rom gelangen), seine Bildung (kannte das AT in und auswendig, sprach mehrere Sprachen), seinen Charakter: den Eifer, die Entschlossenheit... Paulus war nicht zufällig so!

Und Gott hat sich was dabei gedacht, als er dich gemacht hat. Du bist nicht zufällig so, sondern weil er dich genau so braucht.

Leider gibt's auch immer noch das Gerücht, man müsste alles aufgeben, was einem Spaß macht, wenn man mit Jesus geht. Manche denken, der Platz auf den ich am wenigsten will, das ist wahrscheinlich Gottes Platz für mich, Nachfolge heißt ja schließlich auch leiden... No!

Gott verspricht, dass denen die ihn lieben, alles zum Besten dient (Rö.8,28), er will unser Glück, nicht unser Unglück, Friede / Zufriedenheit, nicht Leid will er für uns (Jer.29,11)!!!

Also, überleg dir mal, was du gern machst und was du gut kannst

Eine Notwendigkeit ist nicht zwangsläufig eine Berufung! Das kennen wir wohl alle aus unseren Gemeinden. Es ist Not am Mann, ein Kreis kann nicht weitergehen, wenn du nicht einsteigst... Es kann richtig sein, da einzusteigen, aber es muss nicht. Da würde ich dich ermutigen, das zu prüfen. Wenn dir die Aufgabe nicht liegt, wird es dir keinen Spaß machen und du wirst nicht sonderlich überzeugend agieren. Aber ausprobieren schadet auch wieder nicht. Man kann sich eine klare zeitliche Grenze setzen, ein halbes Jahr, und danach wirklich reflektieren, ggf. aufhören. Du darfst auch nein sagen! Wenn du keine Freude dran hast, wirst du vermutlich nicht lange zum Mitarbeiterstab der Gemeinde gehören!

Überprüfe auch mal, ob du in deinen gegenwärtigen Aufgaben am richtigen Platz bist, oder eher ein Wechsel dran wäre.

Die Berufung in eine konkrete Aufgabe kann manchmal sehr deutlich sein, Paulus war gern und gut Evangelist, das sehen wir an den Auswirkungen. Er wusste glasklar, was seine Sendung ist, sie war spektakulär, eindeutig.

Eine andere Möglichkeit hab ich wieder bei Paulus gefunden: Man „rutscht" einfach rein, so wie Silas. Silas ist ein großer Missionar, enger Mitarbeiter von Paulus. Über seine Berufung liest man die sagenhaften Worte: „Paulus aber wählte Silas und zog fort..." (Apg.15,40). Hier steht nichts, dass Gott direkt zu Silas geredet hat, nur Paulus. Der brauchte gerade einen Mitarbeiter.

Wie kam er gerade auf Silas? Reine Notwendigkeit? wohl nicht. Die beiden kennen sich. Silas hat sich bewährt als Gemeindemitarbeiter und –leiter in Jerusalem. Und jetzt, als Paulus ihn ruft, willig er ein. Er lässt sich auf ein riesiges Projekt ein, wohlgemerkt, weil Paulus ihn gefragt hat, nicht weil Gott ihm den Zettel aufs Kopfkissen gelegt hat. Gott spricht auch in Sachen Berufung oft durch andere Menschen, die ermutigen, „Ich kann mir das für dich vorstellen."

Silas lässt Sicherheiten zurück. Gemeindeleitung war sicher nicht einfach, aber Silas wusste, was er tat. Nun wagt er ein großes Risiko. Keine Garantie, überhaupt lebend die erste Gemeinde zu erreichen!

Wo ist es für dich dran, Neues zu wagen (kurze Stille)

Silas wird nicht von 0 auf 100 berufen. Sein ganzes Leben setzt er schon für Gott ein (Apg.15,26). Er war im Kleinen treu, deshalb wurde ihm Größeres anvertraut. Die Bibel schildert ihn als rundum gereift, fähig zur Lehre, bereit zur Seelsorge, ausdauernd, liebevoll.

Gemeindearbeit in Jerusalem – Kurzeinsatz in der Gemeinde in Antiochia, dann Leiter in Jerusalem. Viele Trainingsfelder, Silas bekommt die Zeit zu reifen, hier bereitet Gott ihn vor. Es ist keine verlorene Zeit! Silas und jeder von uns – wir dürfen in unsere Berufung reinwachsen.

Jede Strecke, die wir mit Gott gehen, ob auf in einer zeitl. begrenzten Sendung oder in unserer Lebensaufgabe, ist eine prägende Strecke. Umleitung ist auch Leitung! Denkt dran, wenn ihr nächstes Mal eine fahren müsst und ärgert euch nicht .

Silas wagt und erlebt. Er erlebt Begeisterung, wenn Menschen zum Glauben kommen, wenn was geht. Er erlebt Ernüchterung, wenn er sich neben Paulus im Gefängnis wiederfindet. Er leistet ganzen Einsatz für Gott, Mitarbeit mit Höhen und Tiefen. Er wird z.B. nie so bekannt wie Paulus, auch damit muss man leben können!

Das wäre ein erstrebenswertes Ziel für unsere Mitarbeit unsere Sendung: Wie Silas, auch in dunklen Strecken singen (Gefängnis), treu bleiben, nicht zweifeln an der Berufung und Gottes Anwesenheit.

Hab Mut!

Vielleicht fehlt dir gar nicht die Gewissheit, an welchem Platz in welcher Aufgabe Gott dich haben will, vielleicht fehlt dir eher der Mut??
Das kann ich nachvollziehen, damit bist du nicht der erste!
Zum Abschluss einige Aspekte, die dich ermutigen sollen:
Derjenige, der dich sendet ist auch verantwortlich für dich – und umgekehrt, du bist dem verantwortlich, der dich gesandt hat. Das ist der Maßstab für deinen Auftrag, nicht ob du perfekt warst, sondern ob du in Verantwortung vor Gott und den Menschen, zu denen du gesandt bist, deinen Auftrag erfüllt hast.
Und wenn Zweifel kommen? Paulus wusste ab seiner Bekehrung, dass es seine Sendung ist, dass er das Evangelium den Heiden verkünden soll – und es dauerte geschlagene 15 Jahre, bis er auf seine 1.Missionsreise gehen konnte! In Rom wollte er verkündigen und saß dann dort doch nur in Hausarrest fest. Sicher hat er gezweifelt, aber er hat die Zeit genutzt: Briefe geschrieben, Fürbitte gehalten.
Du bist nicht allein unterwegs! Beim Missionsauftrag heißt es: Ich bin bei euch alle Tage, in der Apostelgeschichte heißt es: Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen und werdet meine Zeugen sein. Der allmächtige, dreieinige Gott steht hinter dir, deshalb geht was!

 

Sei nie zu bescheiden, riesige Träume zu träumen.
Sei nie zu stolz, klein anzufangen.
Sei darin treu.

 

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