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Der Schächer am Kreuz, also einer der beiden Männer, die mit Jesus gekreuzigt wurden, erkennt seine Schuld und bitte Jesus um Vergebung. Schon oft habe ich diese Stelle gelesen, doch mit ist nie aufgefallen, dass hier die perfekte Vergebung geschieht. (Lukas 23, 39)

perfekte-gnade-rostiges-kreuz-bauanleitungWie oft wollen wir Christen uns selber erlösen? Wir sündigen, tun etwas, das nicht richtig ist, erkennen dies und bitten bei Jesus um Vergebung. Und Jesus vergibt uns 1000mal und noch mehr, doch reicht uns das? Oft nicht. Wie oft verspreche ich Gott etwas nachdem ich gesündigt habe, als Entschuldigung und als Wiedergutmachung. Ab jetzt werde ich dies oder das tun, mehr beten, anderen helfen usw. Natürlich ist es wichtig, dass begangene Fehler wider gut gemacht werden. Wenn ich jemanden verletzt habe, dass ich mich entschuldige, oder wenn ich etwas Unrechtes getan habe, dass ich es wider zurecht biege.

Aber wie oft versuche ich das auch vor Gott, dass ich etwas von meiner Schuld "abarbeiten" möchte, einen Teil der Gande "zurück geben" will? Mir einen Teil der Erlösung "erkaufen" oder zumindest einen Teil davon nicht in Anspruch zu nehmen. Mich durch selbst gemachte Gesetze, Verbote und Verzichte, davon abhalten will zu sündigen und um "wieder" Vergebung bitten zu müssen.

Dabei musste ich an Naaman denken, diesen unheilbar kranken Hauptmann( 2 Könige 5). Er will gesund werden und würde alles dafür tun. Als ihm eine Magd sagt: "Er solle sich in ihr Heimatland aufmachen und zu dem Propheten Elia gehen, der könnte ihm helfen", tut er das. Dort angekommen schickt ihm Elia einen Boten und lässt ihm ausrichten: "Gehe zum Jordan und tauche dich sieben mal unter". Der Hauptmann ist entsetz und sieht das gar nicht ein, er will schon wider zurück, als ein Diener es wag ihn anzusprechen und ihm rät, es sei zu versuchen. Der Hauptmann kehrt zurück und tut es: Er taucht sieben mal unter und wird gesund.

Hätte Elia von Naaman gefordert sich zu geißeln, 4 Wochen zu fasten oder alles zu verkaufen was er hat, hätte Naaman es wahrscheinlich getan. Uns Menschen fällt es oft schwer etwas anzunehmen, denn wir büßen etwas von unserem Stolz ein, geben Schwäche zu, machen uns klein, bekennen wir brauchen Hilfe. Wie der Naaman. Er konnte nichts tun, keine Leistung, kein Verdienst, keine noch so tolle Tat, nichts musste/konnte er tun. Nur sich 7 mal unterzutauchen, wie schwer fällt uns das? Vor allem in unsere Zeit, in der Leistungsgesellschaft. Wer etwas leistet, der ist etwas, wer es zu etwas bringt, der ist etwas. Wenn alle fernöstlichen Religonen uns sagen die Kraft steckt in uns, du musste es nur wollen, dich nur genug konzentrieren, dich nur genug anstrengen. Wenn du nur willst, dann steckt alles in dir und dir ist alles möglich, glaube nur an dich.

Mir geht es oft ähnlich mit der Vergebung durch Jesus. Wie gerne würde ich etwas tun, würde von der Gnade etwas zurück geben, würde mir einen Teil davon erarbeiten. Doch die Gnade gibt es nur "umsonst", nicht billig oder gar einfach. Jesus musste dafür am Kreuz sterben, doch die GNADE gibt es nur umsonst, "all inclusive", vollkommen. Warum? Weil sie für uns Meschen unbezahlbar ist. Deshalb gibt es sie nur ohne Gegenleistung, ohne Gebühr und ohne, das wir auch nur das Geringste dazu tun könnten. Sonst wäre es keine Gnade mehr.

Und genau diese vollkommene Gnade sehe ich bei dem Mann, der mit gekreuzigt wird. Er bittet um Gnade und bekommt sie auch. Und er hat keine Möglichkeit irgendetwas wieder gut zu machen, hat keine Möglichkeit andere um Vergebung zu bitten, hat keine Möglichkeit in ein Kloster einzutreten oder in die Mission zu gehen, er kann nichts mehr spenden oder in einem Jugendkreis mitarbeiten. Das Einzige war er kann ist die Vergebung anzunehmen, 100% ohne Gegenleistung. Welch ein Geschenk! Ich, oder darf ich wir sagen, sollten uns genau so beschenken lassen, die Gande annehmen und aus der Gnade leben.
Wegschauen von unserem Versagen, von den vielen Versuchen uns kleine oder große Teile der Gande zu erkaufen oder zu verdienen und uns mit einer vollkommen Gande beschenken lassen. Uns eingestehen, dass wir wunderbar geschaffen sind und dass wir viele Gaben und Fähigkeiten haben. Doch wenn es um Vergebung geht, wenn es um meine Erlösung, um unser Seelenheil geht, dann kann ich nichts tun außer mich beschenken zu lassen, danke sagen und die Vergebung annehmen.
Was für ein Gott, was für eine Vergebung, was für eine Freude, dies zu erkennen und zu glauben :-).

Kreativ Vorschlag:

Leider vergisst man das alles allzu leicht, deshalb gibt es noch eine kleine aber sehr schöne "denk dran Bastelarbeit". Es geht also primär nicht darum eine Dekoration zu haben, sondern etwas, bei dessen Anblick man immer wider an etwas erinnert werden soll. In diesem Fall an eine vollkommene Gnade und Vergebung.

Rostiges Metallkreuz:

Dieses Kreuz ist recht einfach herzustellen. Alte Dosen und Bleche sammeln und mit der Blechschere ausschneiden. Das Metall zurechtbiegen, abschleifen und dann mit einem Lötkolben, Lot und Lötfett das Kreuz auf eine Blechplatte löten. Das bekommt ihr auch hin, wenn ihr wenig Erfahrung mit Blech und Lot habt.
Der Rost steht für all die Sünden der Welt, all den Schmutz, all das was uns kaputt macht. Wie der Rost das Metall zerfrisst, all das hat Jesus für uns am Kreuz getragen.

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Bibelvers mit Brandmalkolben auf Baumholz:

Es ist nicht ganz einfach mit dem Brennpeter zu arbeiten. Es braucht ein bisschen Übung. Ich war überrascht, wie schwer es ist auf einer "Baumscheibe" zu schreiben, im Gegensatz zu anderem Holz. Alternativ könnt ihr natürlich das Holz auch mit Eddings beschriften oder anders gestalten. Auf der anderen Seite finde ich das Holz mit genau dieser Schrift extrem gelungen. Es wirkt für mich kindlich, einfach, ehrlich, in seiner "unförmigen" Art. Eher wie ein Anfänger und nicht wie ein Profi, wie der Schächer am Kreuz, der in seiner Einfachheit in einer Unvollkommenheit, diese Worte an Jesus richtet.

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