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Bestimmte Bilder verdienen einfach einen schönen Platz in der Wohnung. Zu blöd nur, wenn einem keiner der Bilderrahmen im Kaufhaus gefällt. Dabei ist es ganz einfach schöne Rahmen selbst zu gestalten. Shabby-Chic nennt sich der Trend, der neue Dinge charmant alt aussehen lässt.

 Zunächst benötigt man einen Bilderrahmen, der sowohl neu gekauft, als auch gebraucht vom Flohmarkt sein kann. Im Folgenden werden zwei Methoden erklärt, die zwar beide am Ende den Bilderrahmen im used-look erscheinen lassen, jedoch unterschiedlich dabei vorgehen.

Wichtig: Bei gebrauchten Bilderrahmen ist es meist nötig, die oberste Farbschicht mittels Sandpapier zu entfernen. Danach kann mit den einzelnen Methoden weitergemacht werden.

Variante 1: Die „Schwamm-Methode":

Bei dieser Technik eignet sich vor allem ein Bilderrahmen, der von Grund auf eine strukturierte Oberfläche mitbringt. Des Weiteren wird ein kräftiger Farbton als Grundierung, Shabby Wachs, Acryllack als Deckfarbe, ein Schleifschwamm, eine weitere Farbe für einzelne Akzente und ein altes Tuch benötigt.

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Begonnen wird mit der Grundierung. Dieser Farbton sollte großzügig und deckend aufgetragen werden. Dann muss die erste Schicht trocknen.

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Nun benötigt man das Shabby Wachs. Es empfiehlt sich dieses Wachs zu kaufen, wenn man plant weitere Objekte im Shabby-Look zu gestalten. Andernfalls ist eine farblose Kerze eine kostengünstige Alternative. Egal, auf was die Wahl am Ende fällt, beides wird nun an einigen Stellen des Rahmens verteilt. Keineswegs jedoch auf der gesamten Oberfläche. Die Stellen, die jetzt mit dem Wachs in Kontakt kommen, treten später akzentuiert am Rahmen hervor.

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Anschließend wird der Acryllack aufgetragen. Hierbei braucht man nicht viel Wert auf eine gleichmäßige und deckende Farbschicht legen. Es kann die Pinselführung zu sehen sein, die untere Farbschicht darf durchscheinen, denn all das ist typisch Shabby. Dann lässt man den Rahmen gut trocknen.

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Jetzt kommt der Schleifschwamm zum Einsatz. Wer sich keinen zulegen möchte, kann stattdessen auch Schleifpapier um einen Holzblock wickeln. Dabei sollte die Körnung um 120 verwendet werden. Mit dem Schwamm (oder Schleifpapier) wird nun mit sachten Bewegungen über den Rahmen gefahren. An den Stellen, wo zuvor vereinzelt das Wachs aufgetragen wurde, wird sich nun die Deckschicht lösen und es kommt die Grundierung zum Vorschein.

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Zu guter Letzt wird die akzentuierende Farbe benötigt. Diese trägt man mit einem Pinsel in leichten Bewegungen auf dem Rahmen auf. Überschüssige Farbe wird anschließend mit einem trockenen Tuch entfernt. Dadurch entstehen feine Schatten, die bei Rahmen mit Verzierungen vor allem gut zur Geltung kommen. Alles endgültig trocknen lassen.

Fertig ist der Shabby-schicke Bilderrahmen!

Variante 2: Die „Crackling-Methode":

Bei der „Crackling"-Methode lässt man Rahmen mithilfe eines speziellen Lacks künstlich altern. Man benötigt hierfür Farbe, die als Grundton dient (meist in einem dunkleren Farbton), das Crackle Medium (gibt es im Internet oder Bastelgeschäften) und eine zweite (meist hellere) Farbe in Form von Acryllack und natürlich Pinsel. Die Cracklingfarbe gibt es sowohl als Farbe oder auch als Modellierpaste, die beim Trocknen Risse im Auftrag erzeugt. Dieses Verfahren geht schnell und unkompliziert von der Hand und eignet sich gut als Geschenk.

Zunächst wird die erste Schicht Farbe mit einem groben Pinsel auf den Bilderrahmen aufgetragen, sodass diese gut deckt. Im Anschluss lässt man sie gut trocknen. Bei der Farbwahl sind keine Grenzen gesetzt. Sowohl kontrastreiche Farben, als auch Töne im ähnlichen Farbspektrum kommen bei dieser Technik gut zur Geltung.
Nun benötigt man das Crackle Medium (auch Krakelier-Lack). Mit einem Pinsel wird der Lack im gleichen Verfahren wie zuvor großzügig aufgetragen. Auch diese Schicht trocknen lassen.
Ist das Crackling Medium soweit getrocknet, sodass es bei Berührung mit dem Finger nicht mehr verschmiert, ist die letzte Farbschicht an der Reihe. Der Acryllack sollte für einen stärkeren Crackling-Effekt satter aufgetragen, für ein schlichteres Ergebnis sparsamer eingesetzt werden. Ist dieser letzte Schritt getan geht es ans endgültige Trocken. Für diejenigen, die es nicht erwarten können, empfiehlt sich ein Fön zur Beschleunigung des Vorgangs. Schon ist der Bilderrahmen fertig!

Weitere Gestaltungsvarianten:

Man kann den Rahmen auch noch zusätzlich verschönern. Dafür eignen sich alle Verzierungen, angefangen bei Bändern und Spitzenborten bis hin zur Serviettentechnik und Decoupagepapier. Auch ist Goldspray oder -lack ein einfaches Mittel, um Rahmen noch edler erscheinen zu lassen. Doch auch Naturmaterialien wie Holz, Knöpfe oder kleine Gegenstände können als Highlights an den Leisten mittels Heißkleber befestigt werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Der Beitrag wird bereit gestellt von Jasmin Schmitt von rahmenversand.com

 

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